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TERMIN 2019:  20 Oktober

Bericht der Herbstwanderung 2017






SCK-Herbstwanderung 2016: im Tal der „Schwarzen Laber“

 

Als Eselsbrücke hat der Spruch schon vielen Schülern aus der Bredouille geholfen: Iller, Lech, Isar und Inn, fließen rechts zur Donau hin. Wörnitz, Altmühl, Naab und Regen, kommen ihr von links entgegen. Naja, ist ja egal, aber trotzdem, die Laber (oder auch schwarze Laber) hat der Autor wohl vergessen – oder sie passte ganz einfach nicht in sein Versmaß. Gar so unbedeutend ist sie aber gar nicht, von Pilsach (nahe Neumarkt) bis zu ihrer Mündung in die Donau bei Sinzing  ( nahe Regensburg) bringt sie es immerhin auf 67 Kilometer.

Auf der Suche nach neuen Wanderzielen, die auch mal etwas ungewöhnlich sein dürfen, hat es uns heuer in die Oberpfalz getrieben, genauer gesagt, ins Tal der „Schwarzen Laber“ (unter Anglern ein Geheimtipp). Die Oberpfalz mit ihrer einzigartigen Juralandschaft im Labertal, vermittelt schnell ihren eigenen Charme, man muss nur versuchen, schnell von der Autobahn wegzukommen. Etwas frisch war’s, aber trocken … und das zählt für unsere Wandertruppe, die sich schon seit Jahren sehr stabil bei ca. 50 Teilnehmern eingependelt hat.

Wanderbeginn war in Altenveldorf, wo es dann über doch sehr einsame Weiler mit den Namen Klapfenberg und Darshofen nach Parsberg ging, wo wir im „Goldenen Kreuz“ zum Mittagessen erwartet wurden. Äußerlich etwas unscheinbarer, aber innen sehr gastfreundlich und gut vorbereitet waren wir vom schnellen und freundlichen Service sehr angetan. Die Vorauswahl im Bus während der Anfahrt hat geklappt … und die Umsetzung im „Goldenen Kreuz“ auch, dafür ein extra Lob an die Wirtsleute.

Nach der Mittagspause ging’s dann über Degerndorf und Eggenthal bis kurz vor Prünthal, wo wir dann unsere heurige Herbstwanderung per Pedes beendet haben. Wir haben es auch zeitlich gut  erwischt, denn genau nach Wanderende sind sogar ein paar Regentropfen gefallen und haben unsere Entscheidung nur noch bestätigt.

Die Winklerbräu in Lengenfeld war dann unser gastronomischer Abschluß. Ein ganz anderes Kaliber, was Größe, Kapazität und imposante Außenwirkung betrifft. Aber Größe allein bedeutet nicht automatisch ein stimmiges Angebot. Da wurde seitens des Hauses schon viel Toleranz von uns eingefordert, wenn es (trotz Voranmeldung und aktueller Absprache) viel zu oft geheißen hat: Hammer leider heit nimmer….

Der SCK, bzw. sein Wanderteam ist bekannt dafür, dass auch rechtzeitig zur Heimfahrt aufgebrochen wird, 18.00 Uhr war angesagt …. und das haben wir auch durchgezogen. Die Heimfahrt, dazu ein paar passende Worte seitens des Wanderführers waren dann nur noch Routine zum Abschluß eines gelungenen Wandertags.

Mit einem „Herzlichen Dank“ an meine Vortourer Rainer Stöcker und Hans Besold sowie an alle Wanderfreunde für die zahlreiche Teilnahme, freue mich schon auf den Oktober 2017, wenn’s wieder heißt: Logisch, wir gehen auch wieder mit, ein bißchen Heimatkunde schadet nie.

 Vielleicht verschieben wir mal den Wandersonntag um eine Woche, damit auch die Freunde der „Königin aller fränkischen Kirchweihen“ ihrem „Färdder Kärwazug“ zuschauen können. Kein Termin ist in Stein gemeißelt.

GZ

 

BILDER 2016

 



HERBSTWANDERUNG 11.10.2015

Nein, weit weg waren wir ja nun wirklich nicht. Was aber noch lange nicht bedeutet, dass es deswegen bekannter wäre. Im Gegenteil: Naturpark Frankenhöhe? Georg, wo liegt denn das?

Das habe ich ja noch nie gehört! Den regelmäßigen „Bad Windsheim-Fahrern“ ist es schon eher ein Begriff, wenn sie sich über den westlichen Landkreis Fürth aufmachen und ihren Jungbrunnen in Bad Windsheim ansteuern. Aber ansonsten herrscht große Unwissenheit….und dagegen kann man mit einer interessanten Herbstwanderung ein bißchen was tun. Gesagt, getan….

Erfreulicherweise strahlt unsere Herbstwanderung nach wie vor eine große Zugkraft aus, was daran zu erkennen war, dass beide Anmeldelisten ratzefatze ausgebucht waren. Die Vortourer hat es erfreut, zeugt es doch davon, dass ihre Arbeit sehr geschätzt wird, so nach dem fränkischen Motto: „Die machen des scho dass passt, dafür hammers doch losg’schickt“.

Also, auf geht’s, zennaufwärts bis Wilhermsdorf und dann mit einem Rechtsschwenk bis nach Eschenbach, welches bereits zu Markt Erlbach gehört.

Von Eschenbach bis Markt Erlbach war es nur ein kurzer Einstieg, frisch war’s, aber sonnig und trocken ….und das war wetterbedingt die Hauptsorge der Vortourer.

Für die Hobby-Historiker: Markt Erlbach, die Lage an der alten Heerstraße zwischen den Reichsstädten Nürnberg, Windsheim (noch ohne „Bad“) und Rothenburg o. Tauber führte den Ort durch eine wechselvolle Geschichte an denen die Burggrafen von Nürnberg nicht ganz unbeteiligt waren (schon sind wir wieder historisch gesehen in Nürnberg).

Um das Jahr 1300 wurde dem Ort das Marktrecht verliehen (heute noch im Ortsnamen). Ende des 18. Jh. kam der Ort mit der Markgrafschaft Ansbach-Bayreuth kurzzeitig zum Königreich Preussen um danach ab 1806 mit Franken dem neugegründeten „Königreich Bayern“ einverleibt zu werden (das hat alles der kleine umtriebige Korse veranlaßt, Napoleon wurde er genannt).

Die weiträumige Flur, mit Waldstücken und Teichen unterbrochen, zeigt ein sehr ruhiges Landschaftsbild mit großflächiger Landwirtschaft. Für Wanderer, die sich an die „Fränkische Schweiz“ gewöhnt haben, war das eine ganz neue Erfahrung. Die gewohnten - heute aber fehlenden -heftigen An- und Abstiege der letzten Wanderungen wurden wohlwollend überhaupt nicht vermisst.

Liebe Wanderfreunde, gleich kriegt’s euer Manna, dort drüben liegt Klausaurach, dort sind wir im Gasthaus „Zum Aurach-Quell“ zum Mittagessen angemeldet. Nach einer kurzen Findungsphase hatten alle ihren Platz erwischt und konnten aus Küche und Keller versorgt werden. Erstaunlicherweise – und das war auch der Grund der anfänglichen Platzprobleme – haben von 54 Teilnehmern nur 42 vorab ein Mittagessen bestellt – und so ging der Wirt von nur 42 Teilnehmern aus.

Erfahrene SCK-Wanderer wissen es, die Nachmittagsetappe ist dann meist das kürzere Teilstück und gleicht mehr einem lockeren Auslauf. Weiter ging es durch das Waldstück „Hölzerne Hand“ auf dem Weg Richtung „Burg Hoheneck“ (im Besitz der Stadt Nürnberg) wo wir dann in Eichelberg zum Endpunkt unserer heurigen Wanderung gekommen sind.

Heimfahrt und nachmittägliche Einkehr im Gasthof „Zenntaler Hof“ in Adelsdorf (Ortsteil von Neuhof/Zenn) war dann reine – aber angenehme – Routine. Der Aufenthalt mit einem gehörigem Schuß Verwöhnaroma wurde als sehr angenehm empfunden, was leicht zu erkennen war am Ausspruch innigster Überzeugung der fränkischen Seele: Georg, da fahrme wieder amol her, des hat fei passt.

Was bleibt hängen:

Einfach mal neue Wege gehen, oft auch in unserer unmittelbaren Heimat, hat noch nie geschadet. Dazu gehört auch immer ein gehöriger Schuß Neugierde im positiven Sinne, den man sich zeitlebens bewahren sollte. Die Idee wurde umgesetzt von den Vortourern Heinz Bittl und Rainer Stöcker (ein herzliches Vergelt’s Gott an beide) und meiner Wenigkeit.

GZ, für das Wanderteam



Flyer Herbstwanderung 2016